Die wilden Reiter vom Thekbusch

Immer freitags findet neben vielen anderen AGs auch unsere Reit-AG statt. Attila, Engin, Jessica, Melinda und Sebastian machen sich auf den Weg zum Reitstall nach Wülfrath-Flandersbach, wo „unser“ Pferd Corinna schon wartet.

Manchmal ist Corinna ziemlich schmutzig, weil sie sich im Stroh gewälzt hat. Deshalb müssen wir sie bürsten und striegeln.

Wenn sie dann ihr Zaumzeug, eine Decke und den Longiergurt um hat (das macht Frau Bleikart) führen wir sie in die Reithalle.

Nacheinander dürfen wir dann auf Corinna reiten. Manchmal hat sie keine Lust an der Longe zu laufen, deshalb gehen wir neben ihr her und führen sie.

Attila kann schon freihändig reiten oder sich auf Corinnas Hals legen.

Sebastian reitet im Trab und galoppiert wie ein Cowboy durch die Halle.

Zwischendurch müssen wir uns dann auch mal kurz Pause machen, Reiten kann ganz schön anstrengend sein oder wir ruhen uns auf Corinna aus.

Ergänzung 2011

Der Artikel über das Reiten wurde bereits vor zwei Jahren, also 2009, veröffentlicht. Geritten wird bei uns noch immer, allerdings finden die Arbeitsgemeinschaften jetzt am Donnerstag Nachmittag statt. Die Schülergruppe hat gewechselt, weil das Reiten so beliebt ist, darf niemand länger als ein Jahr an der AG teilnehmen.

 

Corinna, von der wir in dem Bericht einiges erfahren, ist mittlerweile im relativ hohen Alter von 27 Jahren gestorben.

INFO zum Reiten

Das Reiten im Rahmen des Sportunterrichts oder der Arbeitsgemeinschaften bietet ein komplexes Bewegungserleben wie keine andere Sportart. Es ermöglicht den Schülern eine besondere Form des Erlebnisunterrichts.

 

Die starke emotionale Beziehung und das große Interesse am Pferd erzeugen eine gute Motivation und wirken sich auf alle Bereiche aus. Es erleichtert das Einüben von lebenspraktischen Verhaltens- und Reaktionsmustern und kann zu einer Steigerung der Eigeninitiative führen.

 

Die gesamte Lernsituation gleicht Schwächen aus und fördert Sprachbereitschaft, Affektbeherrschung, Ansprechbarkeit, räumliche Orientierung , Körperbeherrschung sowie Tast-, Geruchs-, Gleichgewichtssinn und Rhythmusgefühl.

 

Der Unterricht findet in einer ruhigen und kontinuierlichen Arbeitsatmosphäre ohne schnelle Wechsel statt. Er beschränkt sich nicht nur auf das eigentliche Reiten, sondern bezieht auch das Gehen und Laufen in Anpassung an das Pferd mit ein. Zusätzlich werden Medien wie Tücher, kleine Gummireifen, Sandsäckchen u. ä. mit eingesetzt. Das Lernen geschieht hauptsächlich auf der Grundlage konkret-sinnlich-ganzheitlicher Erfahrungen und Erlebnisse.