Der Projektunterricht an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung gehört wie die Freiarbeit, die Arbeit nach Wochenplan und das Lernen an Stationen zu den Formen des offenen Unterrichts.
Alle sind einbezogen
Der Projektunterricht findet in der Regel im Klassenverband statt. Er ist fächerübergreifend organisiert, so dass die Schüler das Thema aus dem Blickwinkel verschiedener Unterrichtsfächer betrachten und bearbeiten.
Alle Schüler werden entsprechend ihrer Fähigkeiten in das Unterrichtsgeschehen mit einbezogen. Die schwerstbehinderten Schüler erhalten Aufgaben, die ihrem Leistungsvermögen entsprechen, werden durch Lehrerhilfe unterstützt oder nehmen kurzzeitig auch beobachtend am Unterrichtsgeschehen teil.
Auch Schulfeste, deren Thema das Kollegium festlegt, bestimmen häufig die Projektarbeit in den Klassen. So hat sich im Rahmen eines Schulfestes mit dem Motto "Kinder aus aller Welt" eine Mittelstufe mit dem Kontinent Afrika beschäftigt.
Beispiel: Afrika
Durch Filme, Bilder und Bücher erarbeiteten die Schüler sich Wissen über den Kontinent, über Menschen in Afrika, deren Lebensbedingungen, Kleidung, Aussehen usw. Sie lernten auch etwas über die Landschaften, Tiere und Pflanzen Afrikas und beschäftigten sich interessiert mit der angebotenen Landkarte. Vertieft wurde dieses Wissen durch praktische Umsetzungen wie z.B. beim Malen afrikanischer Muster auf Papier und Stoff, beim Gestalten von großformatigen Landschaftsbildern in Kreide-Wisch-Technik und beim Bau eines fast lebensgroßen Löwen mit Draht und Kleisterpapier ( Kunst / Gestaltung ).
Die Frage "Was spielen Kinder in Afrika?" konnte durch das Herstellen afrikanischer Spiele beantwortet werden, mit denen immer wieder gespielt wurde.
Mit allen Sinnen Afrika erfahren: das gelang besonders beim Kochen und Essen afrikanischer Gerichte und in der Auseinandersetzung mit afrikanischer Musik. Aus den ersten Versuchen selber zu trommeln entstand dann eine TROMMELGRUPPE, die auch lange nach Abschluss des Afrika-Projekts weiter besteht.
