Niemand soll sprachlos sein
Sprachlos muss keiner sein. Und schon gar nicht bei uns an der Schule am Thekbusch. Dafür gibt es bei uns einfach zu viel, über das es sich zu reden lohnt. Sind es die Erlebnisse zu Hause oder in der Pause, sind es tolle Ideen im Unterricht oder einfach bloß der Ausdruck eines Bedürfnisses, wenn man zum Beispiel Durst hat oder auf die Toilette muss.
Jeder hat etwas zu sagen
Wir an der Schule am Thekbusch haben es uns zum Ziel gemacht, jeder Schülerin und jedem Schüler die Sprache zu ermöglichen und ihr oder ihm eine Stimme zu geben. Die Unterstützte Kommunikation hilft uns dabei. Das Sprechen kann nämlich viele Formen haben. Mal sprechen wir mit den Händen, wenn wir unsere Gebärden benutzen, mal hilft uns der Talker, wenn wir etwas zu sagen haben, mal müssen wir nur eine Taste drücken, um uns Gehör zu verschaffen und mal verstehen wir Bilder viel besser als das gesprochene Wort. Welches Sprachrohr man wann benutzt, hängt ganz von der Situation ab. Benutze ich meinen Talker, spreche ich mit meinen Händen oder einem vielsagenden Blick oder zeige ich auf ein Bildzeichen, das in der Klasse hängt? Kein Kommunikationsmittel soll ausgeklammert werden, denn erst die Mischung macht´s.
Vorteile für alle
Und nicht nur unsere „nichtsprechenden“ Schülerinnen und Schüler kommen dabei auf ihre Kosten. Auch die Schülerinnen und Schüler, die die Lautsprache benutzen können, haben Vorteile. Sie verstehen auf einmal ihre Mitschüler/innen und können viel leichter Beziehungen zu Ihnen aufbauen, mit ihnen spielen, lernen und sich austauschen. Die Nutzung der Mittel der Unterstützten Kommunikation macht Spaß und motiviert zum sprachlichen Austausch. Die Anwendung von Gebärden und Bildzeichen kann eine wichtige Strukturierungshilfe sein und die Entwicklung der Lautsprache deutlich unterstützen. So können auch Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Sprachentwicklung verzögert sind, mit Hilfe der Mittel der unterstützten Kommunikation in ihrer lautsprachlichen Entwicklung deutliche Fortschritte machen.
Nicht nur in der Schule
Aber nicht nur in der Schule wollen unsere Schülerinnen und Schüler sich mitteilen können und verstanden werden. Auch zu Hause, im Kindergarten oder nach der Schulzeit, brauchen sie eine „Stimme“. Und damit das klappt, ist die Zusammenarbeit mit Eltern, der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, anderen Schulen, Kindergärten usw. notwendig.
Unterstützte Kommunikation im schulinternen Curriculum festgeschrieben
Wir an der Schule am Thekbusch sind froh, dass uns die Mittel der unterstützten Kommunikation zur Verfügung stehen.
In einem schulinternen Curriculum zur Unterstützten Kommunikation (im Downloadbereich als PDF-Datei zu finden: Bildungsplan Thekbusch 2011) haben wir diese und weitere Überlegungen zusammengefasst und setzen diese nun in unserer alltäglichen Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern um. Denn wie wichtig die Sprache, das Verstehen und Verstanden werden ist, wird uns jeden Tag in jeder Situation immer wieder aufs Neue bewusst.





